Am 19. April 2025 entdeckte der südkoreanische Telekommunikations-Konzern SK Telecom Malware in seinen Systemen, mit der Hacker offenbar USIM-Daten von Millionen Kunden abgreifen konnten. Das Unternehmen reagierte: Die Schadsoftware wurde gelöscht; Nutzern wird ein Schutz gegen SIM-Swapping angeboten. Man habe bislang noch keine Hinweise darauf gefunden, dass die gestohlenen Informationen missbraucht wurden.
Nachtrag vom 28.04.2025:
Am 27. April 2025 versprach die SK Telekom, alle Schäden, die ihren Kunden aufgrund der Attacke und des damit verbundenen Datendiebstahls entstehen könnten, zu decken. Ab dem 28. April können Kunden des Unternehmens ihre SIM-Karten kostenlos ersetzen lassen; ihnen wird angeraten, sich dafür online einen Termin zu reservieren.
Nachtrag vom 02.05.2025:
Laut einem Bericht der Korea JoongAng Daily vom 2. Mai 2025 hat die koreanische Regierung das Techunternehmen angewiesen, alle betroffenen Nutzer über den Vorfall zu informieren.
Nachtrag vom 07.05.2025:
Nach dem Hackerangriff hat sich Konzernchef Chey Tae-won öffentlich entschuldigt. Von dem Angriff waren 24 Millionen Kunden betroffen, Folgeschäden sind bisher nicht bestätigt.
Nachtrag vom 26.05.2025:
Die Untersuchung des Vorfalls ergab, dass die Täter offenbar schon seit Juni 2022 Zugriff auf SK Telecoms Firmensysteme hatten. Zudem stieg die Betroffenenzahl auf 26,69 Mio. Menschen.
Nachtrag vom 04.07.2025:
Laut aktuellen Untersuchungen der Regierung wurde der erste Vorfall einer Infektion durch Schadsoftware offenbar bereits im August 2021 registriert. Dies geht aus Analysen hervor, die den Ursprung der Cyberangriffe weiter zurückdatieren als bislang angenommen.