Die US-amerikanische Telekom-Tochter T-Mobile wurde das Ziel eines Angriffs der Hackergruppe Lapsus$. Ohne einen genaueren Zeitpunkt zu nennen gab T-Mobile an, dass es dieser Gruppe in den letzten Wochen gelang, in die Atlas-Systeme des Unternehmens, welche zur Verwaltung von Kundenkonten dienen, einzudringen und dort Quellcode zu stehlen.
Offenbar war es den Cyberkriminellen gelungen, Zugangsdaten eines T-Mobile-Mitarbeiters zu kaufen. Nachdem sich die Hacker Zugang zum Atlas-System verschafft hatten, suchten sie zum einen nach T-Mobile-Konten, welche in Verbindung zum FBI und zu weiteren Regierungsstellen stehen, und zum anderen nach Daten wohlhabender Kunden des Telekommunikationsunternehmens.
Insider-Informationen zufolge kappten die Hacker nach dem Diebstahl des Quellcodes die Verbindung. Dies nährt die Vermutung, dass mithilfe des Quellcodes Sicherheitslücken für weitere Attacken identifiziert werden sollten. Nach Angaben von T-Mobile hingegen hatten die Sicherheitssysteme des Unternehmens Alarm gegeben, worauf der Zugang der Hacker-Gruppe getrennt und der verwendete Anmelde-Code deaktiviert worden war.
T-Mobile betonte, dass weder Kundendaten noch andere sensible Informationen entwendet worden sind.
Nachtrag vom 02.10.2024:
T-Mobile hat sich zu zwei Zahlungen im Zuge des Vorfalls verpflichtet: eine 15,75 Mio. USD-Investition in verbesserte IT-Sicherheit sowie 15,75 Mio. USD zur Beilegung der FCC-Untersuchungen bezüglich dieses sowie drei anderer Vorfälle.