Die Technische Universität München (TUM) schaltete nach einem Cyberangriff zentrale Online-Plattformen für Studenten ab. Die Täter drangen über das Altsystem myTUM ein. Potenziell betroffen sind die Daten von etwa 60.000 Studenten und Beschäftigten.
Die Täter kamen an Passwörter, Namen, Anschriften, Geburtsdaten, Matrikelnummern und Studiengangsinformationen. Ob Daten abflossen, prüft die Hochschule noch. Mit erbeuteten Zugangsdaten eines Systemverwalters griffen sie das Campus-Management-System TUMonline an. Die Universität sperrte die Kennungen. Noten, Prüfungsergebnisse und Bankverbindungen sind nach bisherigem Kenntnisstand nicht betroffen.
Die TUM meldete den Vorfall dem Bayerischen Landesbeauftragten für den Datenschutz und erstattete Strafanzeige. TUMonline geht schrittweise wieder ans Netz. Nutzer sollen Passwörter ändern und auf Phishing-Mails achten.