Die Black Suit-Ransomwaregruppe hatte offenbar vom 14. bis 28. März 2024 Zugriff auf das Firmennetzwerk der insgesamt über 200 Jahre alten Tageszeitung The Post and Courier. Dies gab das Kollektiv bekannt, als es das Unternehmen am 15. April 2024 als Opfer listete.
Nach eigenen Angaben nutzte Black Suit ungepatchte Schwachstellen aus, um in das Netzwerk einzudringen und 500 GB an Daten zu extrahieren. Es handelte sich jedoch explizit nicht um eine Ransomware-Attacke, wie es für die Gruppe sonst üblich ist. Die gestohlenen Informationen beinhalten personenbezogene Daten von Kunden, Abonnenten und Mitarbeitenden, Vertragsinformationen, Kontaktdaten, Finanz- und Kreditkartendetails, Webseitenlayout- und Werbeinformationen sowie auf Rechnern und NAS-Servern gespeicherte Dateien. Es war nicht nur die Seite der Tageszeitung selbst exponiert, sondern auch einige ihrer Unterfirmen.
DataBreaches.net zufolge begann The Post and Courier Verhandlungen mit Black Suit, während Lösegeldsummen von 1,75 Mio. USD verlangt wurden. Diese Gespräche endeten jedoch laut der Gruppierung erfolglos, da der Sprecher der Zeitung nicht mehr antwortete.