Cyberkriminellen ist es gelungen, in Server des US-Finanzministeriums einzubrechen. Genau genommen handelte es sich um das Office of Foreign Assets Control und das Office of the Treasury Secretary, die dem Ministerium angehören. Das Office of Foreign Assets Control kontrolliert dabei vor allem Wirtschaftssanktionen.
So wurde die Behörde von dem IT-Dienstleister BeyondTrust am 8. Dezember 2024 darüber informiert, dass dem Unternehmen ein API-Key gestohlen wurde.
Mit dem Key, mit dem ursprünglich Remotesupport gegenüber Arbeitsstationen des Finanzministeriums durchgeführt wurde, war es den Tätern ebenfalls möglich, aus der Ferne auf die Geräte zuzugreifen.
Laut aktuellen Erkenntnissen wurden danach nicht klassifizierte interne Dokumente eingesehen. Das digitale Einfallstor wurde umgehend geschlossen. Der Angriff wird staatlich organisierten Hackergruppen aus China zugeschrieben. China äußerte, nicht mit dem Vorfall in Verbindung zu stehen und distanzierte sich allgemein von Cyberangriffen.
Nachtrag vom 10.01.2025:
Mittlerweile hat sich bestätigt, dass die chinesische Gruppierung "Silk Typhoon" für den Angriff verantwortlich ist. Auch das Committee on Foreign Investment in the United States (CFIUS) war von dem Angriff betroffen.