Im April 2021 wurde die dezentrale Krypto-Börse Uranium Finance binnen drei Wochen gleich zweimal vom gleichen Täter, einem Berater für Cyber Security, kompromittiert. Am 8. April hebelte der US-Amerikaner Jonathan S. zunächst eine Schwachstelle in einem Smart Contract aus und exfiltrierte 1,4 Millionen US-Dollar. Wenige Wochen später nutzte er einen weiteren Programmierfehler, um Kryptowährungen im Wert von fast 53,3 Millionen US-Dollar zu stehlen. Dieser zweite Angriff entzog der Plattform den Großteil ihrer Bestände und erzwang die sofortige Schließung des Unternehmens.
Nachdem die Beute zunächst über den Krypto-Mixer Tornado Cash gewaschen wurde, gelang den Behörden im Februar 2025 der Zugriff: Ermittler stellten bei S. Sammlerstücke sowie rund 31 Millionen US-Dollar in Krypto-Assets sicher. Im Oktober 2026 endete der Fall nun mit einem formellen Schuldspruch wegen Computerbetrugs und Geldwäsche.