Als Folge eines Cyberangriffs waren die Mobilfunk- und Online-Dienste von Vodafone Portugal seit dem 7. Februar 2022 landesweit ausgefallen bzw. schwer beeinträchtigt. Betroffen waren mehr als 7 Millionen Vodafone-Kunden. Hinter den Firmen MEO und NOS ist Vodafone der drittgrößte Telekommunikationsanbieter in Portugal.
Die Attacke hat vor allem die Bereiche LTE, 4G- und 5G-Mobilfunk, TV-Kabelnetz, SMS sowie Sprach- und Voicemail-Dienste schwer beeinträchtigt. Während die 3G-Dienste (UMTS) relativ schnell wieder hergestellt werden konnten, waren die anderen, sehr stark genutzten Dienste auch am 8. und 9. Februar 2022 noch stark beeinträchtigt oder sogar ganz außer Betrieb. Auch die an das 4G-Netz von Vodafone angeschlossenen Geldautomaten einiger großer Banken sowie nationale Notruf-Systeme fielen teilweise aus.
Nach Angaben von Vodafone handelte es sich um einen gescheiterten Versuch der Cyberkriminellen, auf die persönlichen Daten der Kunden zuzugreifen. Bisher liegen keine Hinweise darauf vor, dass bei der Attacke Kundendaten abgegriffen wurden.
Im Rahmen der Wiederherstellung der Netze und der Aufklärung der Hintergründe des Vorfalls arbeitet Vodafone u.a. mit externen Partnern zusammen. Wann die volle Funtionsfähigkeit der Dienste wieder hergestellt sein wird, steht bis dato noch nicht fest. Die Identität der Angreifer konnte noch nicht geklärt werden.