Wie Sicherheitsforscher von SafetyDetectives entdeckt hatten, war aufgrund eines ungesicherten, chinesischen Elasticsearch-Servers war ein 7GB großer und 13.124.962 Einträge umfassender Datensatz mit Rezensionen und Kontaktdaten des US-Onlinehandelsriesen Amazon frei zugänglich. Der Fund offenbarte dabei ein Betrugsnetzwerk aus Händlern, dass sich mit Fake-Rezensionen auf der Plattform einen Vorteil verschaffen wollte. Über 200.000 Personen sollen darin verwickelt sein.
Die involvierten Händler fragten bei ihren Komplizen 5-Sterne-Bewertungen für ausgewählte Produkte an, woraufhin diese die Ware erwarben, entsprechende Rezensionen verfassten und anschließend von den Händlern via PayPal das Geld zurückerstattet bekamen. Aus dem Leck lassen sich die E-Mail-Adressen, Amazon-Profile, Telefonnummern, PayPal-Daten sowie WhatsApp- und Telegram-Kontaktdaten der Beteiligten entnehmen.
Der betroffene Server ist mittlerweile gesichert worden. Dessen Eigentümerschaft konnte bislang nicht abschließend geklärt werden.