Im Januar 2021 war durch eine Analyse von PSafe bekannt geworden, dass die Daten von über 223 Millionen brasilianischen Steuerzahlern geleakt worden waren und dass Cyber-Kriminelle Zugriff darauf hatten. Aus den besagten Daten ließen sich u.a. die Namen, Geburtsdaten und Steuernummern der Betroffenen entnehmen.
Woher diese Daten genau stammten und wie die Hacker an diese gelangen konnten, bleibt weiterhin nicht eindeutig geklärt. Aufgrund der Struktur der kompromittierten Datensätze vermuten mehrere Experten, dass der Vorfall beim brasilianischen Bonitätsprüfungsunternehmen Seresa Experian seinen Ursprung nahm. Seresa wies den Vorwurf jedoch zurück.
Der Vorfall führte zu Kritik am brasilianischen Datenschutzgesetz, da es Banken erlaubt, Bonitätsinformationen untereinander zu kommunizieren, ohne dafür einer Zustimmung der Betroffenen zu bedürfen. Betroffene können dem zwar widersprechen, müssen dafür aber erst einen aufwendigen administrativen Prozess durchlaufen.