Ein falsch konfigurierter ElasticSearch-Server des britischen Marktforschungsunternehmens Liberating Research gewährte dem Netz ungehinderten Einblick in die Profile von 109.700 Personen. Wie Sicherheitsforscher am 17. August 2026 aufdeckten, enthielt das offen zugängliche Archiv bei 73.944 der Betroffenen auch hochsensible Gesundheitsdaten. Die lückenlos einsehbaren Diagnosen und Medikationsverläufe reichten dabei bis in den September 2015 zurück. Trotz einer formalen Benachrichtigung am 31. August zieht es das Unternehmen vor, den Vorfall kommunikativ auszusitzen. Nachfragen, ob man beabsichtige, die Betroffenen oder die britische Datenschutzbehörde über die unfreiwillige Transparenz ihrer Akten zu informieren, ließ Liberating Research bislang konsequent unbeantwortet.