Im Februar 2021 hatte der Cybersicherheitsforscher Rajeshkhar Rajaharia von einem Datenleck des indischen Fintechs MobiKwik berichtet: Die Daten von elf Millionen indischen Kreditkarteninhabern, 6 TB an KYC-Daten und 350 GB von Daten aus einem MySQL-Verzeichnis sollen auf einem Server des Unternehmens exponiert gewesen sein. Damals hatte das Unternehmen die Existenz einer solchen Datenpanne bestritten und dem Forscher Geltungsdrang unterstellt.
Nun ist ein Teil jener Daten über einen im Dark Web zirkulierenden Link geleakt worden, wobei der vollständige Datensatz für 1.5 Bitcoin (umgerechnet ca. 86.000 USD) zum Verkauf angeboten wird.
Unter den veröffentlichten Daten befinden sich u.a. Angaben zu den Namen, Adressen, Kontonummern und gehashten Passwörtern der Betroffenen. Einem Post des französischen Hackers Robert Baptiste lässt sich entnehmen, dass das Leck insgesamt 36.099.759 KYC-Daten von knapp 3.5 Millionen Betroffenen enthält – sollte sich dies bewahrheiten, könnte es sich um einen der größten KYC-Leaks der Geschichte handeln.
MobiKwik leugnet den Vorfall dabei weiterhin und hält daran fest, dass die Daten seiner Kunden aus anderen Quellen stammen.