Ein Hacker behauptet, im Besitz eines Datensatzes zu sein, der die Daten von 48.5 Millionen Nutzern einer von der chinesischen Metropole Shanghai betriebenen COVID-App enthält. Unter dem Pseudonym „XJP“ bietet der Cyberkriminelle diese nun in einem Hacker-Forum zum Verkauf an – für 4.000 US-Dollar.
Nach Angaben des Hackers enthält der vollständige Datensatz die Daten aller Personen, die Shanghai seit der im Jahr 2020 erfolgten Einführung des örtlichen Gesundheitscodesystems (Suishenma) besucht oder dort gelebt haben. Mittels des Systems soll der Ausbreitung von COVID-19 entgegengewirkt werden. Zu diesem Zweck wertet die App anhand von Bewegungsdaten aus, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, sich mit dem Virus infiziert zu haben, und teilt die Nutzer in drei entsprechende Kategorien ein (rot, gelb und grün). Anhand dieser Codes wird der Zugang zu öffentlichen Veranstaltungen der Stadt reglementiert.
Um die Authentizität der Daten zu belegen, veröffentlichte der Hacker bereits einen Auszug mit Telefonnummern, Namen, chinesischen Identifikationsnummern sowie Gesundheitscodes von 47 Betroffenen. Elf davon bestätigten gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, dass ihre Daten in der Probe enthalten sind, merkten aber an, dass zumindest die ID-Nummern inkorrekt waren.