Die zum Oxfam-Netzwerk gehörende, gemeinnützige Organisation Oxfam Australia ist Opfer eines Cyber-Angriffs geworden: Ein Hacker bietet einen Datensatz online zum Verkauf an, der Daten von 1.7 Millionen Unterstützern der Organisation enthält. Nachdem Oxfam Australia den Vorfall zunächst hatte forensisch untersuchen lassen, bestätigte die Organisation nun, dass eine externe Partei am 20. Januar 2021 unautorisiert auf ihre Datenbanken zugegriffen hatte.
Die Datenbanken enthielten Informationen zu Unterstützern, die eine Petition unterzeichnet, an einer Kampagne teilgenommen, Spenden getätigt oder in einer der Oxfam-Filialen eingekauft hatten. Zu diesen Informationen zählten die Namen, die postalischen und E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Angabe zum Geschlecht und in manchen Fällen die Spendenhistorien sowie weitere Angaben der Betroffenen. Des Weiteren gab die Organisation an, dass die Angreifer bei einem kleinen Teil der Spender auch auf deren Banknamen, Kontonummern und Teile ihrer Kreditkartennummern zugegriffen haben könnten.
Obwohl laut Oxfam keine Passwörter kompromittiert wurden, wird dennoch allen Spendern vorsorglich empfohlen, ihre Passwörter zu ändern, ggf. auch auf anderen Websites, auf denen das gleiche Passwort verwendet wurde. Für alle Betroffenen wird ein erhöhtes Risiko angenommen, Ziel von Phishing-Angriffen zu werden. Ob Cyber-Kriminelle den zum Verkauf gestellten Datensatz auch tatsächlich erworben haben, bleibt weiterhin unklar.