Am 14. September 2026 gab das Fintech-Unternehmen Revolut eine Datenpanne bekannt. Ein Angreifer gab sich per E-Mail als Regierungsbehörde aus und forderte personenbezogene Daten von Kunden an. Da die Nachricht gültige Domain-Authentifizierungsmerkmale einer Behördendomain aufwies, hielt Revolut die Anfrage für echt und übermittelte die Daten. Betroffen ist eine nach Firmenangaben begrenzte Zahl von Kunden, laut dem Krypto-Ermittler ZachXBT gezielt vermögende Nutzer.
Preisgegeben wurden Identitätsdaten (Name, Geburtsdatum, Beruf), Kontaktdaten, Kopien von Ausweisdokumenten (Reisepass, Führerschein), Gesichtsverifikationsbilder (Selfies) sowie Kontoauszüge mit IBAN, Auszahlungsdaten und die vollständige Transaktionshistorie inklusive Bitcoin-Transaktionen. Revolut sperrte die Adresse nach Entdeckung und informierte Behörden und Regulatoren. Systeme und Kundengelder seien unversehrt. Bereits im September 2022 war Revolut Opfer einer Datenpanne mit 50.150 betroffenen Kunden.
Nachtrag vom 21.09.2026:
Ein Krimineller unter dem Pseudonym "IAmNotAVillain" verlangte ein 3 Mio. USD-Lösegeld von Revolut - angeblich für in dem Angriff gestohlene Daten. Es sollen Daten von 680 Unternehmenskunden betroffen sein, die in einem Zeitraum von über fünf Monaten abgegriffen wurden.