Wie erst im Oktober 20201 bekannt wurde fand bereits am 3. Februar 2021 ein Cyberangriff auf die US-amerikanische Firma SCUF Gaming International statt. Das Unternehmen ist ein führender Hersteller von Hochleistungs-Gaming-Controllern für PCs und Konsolen.
Im Zuge des Hacker-Angriffs wurde auf der Website von SCUF ein Skimmer eingeschleust, um die Kreditkartendaten der Kunden zu stehlen. 15 Tage nachdem der Skimmer installiert worden war benachrichtigte der Zahlungsabwickler SCUF über ungewöhnliche Kreditkarten-Aktivitäten auf seinem Webshop.
Eine forensiche Untersuchung mit Unterstützung durch externe Spezialisten führte dann einen Monat später zur Entdeckung und Beseitigung des Skimmers. In der Meldung an den Generalstaatsanwalt von Maine wurde die Anzahl der kompromittierten Kundenkonten mit 32.645 angegeben.
SCUF informierte dann im Mai 2021 seine Kunden über den Vorfall und riet ihnen, ihr Konto zu überwachen und ihre Kreditkarten-Gesellschaft über verdächtige Aktivitäten zu informieren.
Zwischenzeitlich war es bei SCUF zu einer weiteren Datenpanne gekommen. Am 10. April 2021 gab das Unternehmen zu, dass eine interne Entwicklungsdatenbank mit mehr als 1,1 Millionen Kundendatensätzen ungeschützt zugänglich war. Ein Sicherheitsforscher machte die Firma darauf aufmerksam, worauf die Sicherheitslücke am Tag darauf geschlossen wurde. Weitere Angaben zu der Sache machte das Unternehmen nicht.