Am 20. November ereignete sich ein Cyber-Angriff auf Server des israelischen Versicherungsunternehmens Shirbit, bei dem Hacker zahlreiche Kundendaten erbeuten konnten. Betroffen vom Angriff sind vornehmlich die Daten von Beamten und Mitarbeitern im öffentlichen Dienst, die wenig später online veröffentlicht wurden. Ebenso war Shirbits Website als Folge des Angriffs für einige Zeit nicht erreichbar.
Die Hackergruppe BlackShadow bekannte sich zum Angriff, äußerte sich jedoch nicht zu ihrem Motiv. Der Angriff wurde von der israelischen Behörde für nationale Cyber-Sicherheit (NCSA) untersucht.
Zu den gestohlenen Kundendaten gehören persönliche Informationen wie Namen, Adressen von Familienangehörigen und Automobildaten. Laut israelischen Ermittlern sei auf finanzielle Daten der Kunden jedoch nicht zugegriffen worden. Dies steht im Widerspruch zu Aussagen von BlackShadow, die behaupten, auch Rechnungen und andere unternehmensspezifische Unterlagen abgeschöpft zu haben.
Da im Dezember aufgrund des Hackerangriffs die Server heruntergefahren wurden, konnten die Versicherungspolicen nicht verlängert werden. Zu diesem Schaden kamen noch 360 Mio. US-Dollar Schadensersatz in Folge von Sammelklagen, die in vier Gerichtsverfahren verhandelt wurden.