Wie erst Ende Juli 2022 bekannt wurde, hat ein Hacker Anfang 2022 über eine Sicherheitslücke in Twitters Android-Client die persönlichen Daten von 5,485 Millionen Nutzerkonten gestohlen und bietet diese nun für 30.000 USD zum Kauf an. Die Datensätze enthalten Nutzer- und Klarnamen, Telefonnummern und E-Mail-Adressen. Darunter befinden sich auch Kontaktdaten von Prominenten und Firmen, welche eigentlich nicht öffentlich bekannt sind.
Twitter hatte die Sicherheitslücke zwar nach einem Experten-Hinweis sofort geschlossen, konnte aber offensichtlich den o.a. Datendiebstahl nicht verhindern.
Nachtrag vom 6. August 2022:
Twitter bestätigte inzwischen die Echtheit der Daten und kündigte an, die betroffenen Personen zu benachrichtigen. Das Unternehmen empfiehlt den Einsatz einer 2-Faktor-Authentifizierung.
Besonders kritisch ist dabei, dass durch die offengelegten Daten pseudonymisierte Konten mit Telefonnummern und E-Mail-Adressen abgeglichen werden könnten und so die reale Identität anonymer Nutzer herausgefunden werden könnte.
Nachtrag vom 24. Dezember 2022:
Die irische Datenschutzaufsichtsbehörde DPC kündigt in einer Pressemitteilung vom 23. Dezember an, den Vorfall auf Verstöße gegen die DSGVO zu prüfen.