Nachdem es Cyber-Kriminellen aufgrund einer API-Sicherheitslücke gelungen war, einen Datensatz mit Informationen zu ca. 5.485.636 Accounts des Kurznachrichtendiensts Twitter abzuschöpfen, wurde dieser nun in einem Hackerforum geleakt und für 200 Tausend US-Dollar angeboten. Zu den betroffenen Daten gehören mitunter Telefonnummern und E-Mail-Adressen.
Der Eigentümer des besagten Hackerforums teilte gegenüber dem Branchenportal BleepingComputer mit, dass auch Daten von 1,4 Millionen suspendierten Accounts in die Hände der Hacker gelangt sind. Diese würden jedoch nicht im Forum veröffentlicht, sondern privat mit einigen Einzelpersonen geteilt werden.
Dem Sicherheitsforscher Chad Loder zufolge könnte die tatsächliche Zahl der Accounts, der durch die Sicherheitslücke kompromittiert wurden, weitaus höher sein - von möglicherweise über 100 Millionen ist die Rede. Dies ist bislang allerdings nicht unabhängig bestätigt worden.
Nachtrag vom 12.12.2022
Es handelt sich bei den veröffentlichten Daten laut einem Twitter Unternehmensstatement um die selben Daten, die bereits im Juli 2022 für 30.000 USD angeboten wurden.
Nachtrag vom 05.01.2023
Die Daten wurde einer Untersuchung von "Privacy Affairs" zufolge unentgeltlich in einem Hacker-Forum im Darknet zum Download angeboten. Die Daten enthalten den Namen, Handle, Erstellungsdatum und Anzahl der Follower. Daneben finden sich vereinzelt aber auch E-Mail-Adressen, die nicht zum öffentlichen Profil gehören.
Nachtrag vom 11.01.2023
Twitter gibt bekannt, dass es keine Beweise dafür gibt, dass die Daten durch eine Schwachstelle der Tiwtter-Systeme erlangt werden konnten.