Im Zusammenhang mit einem schweren Datendiebstahl bei der US-amerikanischen University of Pittsburgh wurde der 29-jährige IT-Fachmann Justin Sean Johnson als Tatverdächtiger verhaftet und vor Gericht gestellt. Im Falle einer Verurteilung droht dem Beklagten eine mehrjährige Haftstrafe.
Johnson hatte mutmaßlich in den Jahren 2013 und 2014 durch Angriffe auf die Human-Resources-Server des medizinischen Zentrums der Universität (University of Pittsburgh Medical Center, kurz: UPMC) die Daten von insgesamt über 65.000 Beschäftigten des UPMC abgeschöpft und diese anschließend im Dark Web zum Verkauf angeboten.
Die gestohlenen Daten enthielten dabei u.a. die Namen, Geburtsdaten, Gehälter, Sozialversicherungsnummern und Steuerunterlagen der Betroffenen. Letztere sind infolgedessen von Identitätsdieben dazu genutzt worden, um im Namen der Betroffenen Steuerrückzahlungen zu beantragen. Die Gesamtsumme der so erschlichenen Leistungen beläuft sich auf 1.7 Mio. USD. Dabei wandelten die Cyber-Kriminellen das Geld in Amazon-Geschenkkarten um und verwendeten diese für Produktbestellungen nach Venezuela.
Update vom 28.05.2021:
Johnson gestand die ihm zur Last gelegten Delikte.