Der gemeinnützige Gesundheitsdienstleister Attent Zorg en Behandeling wurde am 17. Februar 2023 Opfer einer Cyberattacke. Dabei haben sich Täter der Qilin Ransomwaregruppe Zugang zu den internen Systemen des Dienstleisters verschafft und dadurch Daten verschlüsselt und gestohlen. Die Gruppe gab an, bis zum 1. März 2023 noch in der Lage zu sein, Daten downloaden zu können.
Attent Zorg en Behandling meldete in einer Presssemitteilung, dass aufgrund der Cyberattacke ausgelöste Störungen, wie der Ausfall des E-Mail- und Telefonsystems sowie der Zugang zu internen Daten bis zum 3. März zum Großteil behoben werden konnten.
Laut der Qilin Ransomwaregruppe konnte die Gruppe Hunderte Gigabyte an Daten bei dem Vorfall erlangen. Am 3. März 2023 veröffentlichte die Gruppe ca. 100 Megabyte an erlangten Daten, die Pässe von 74 Mitarbeitern sowie Gehaltsabrechnungen und Geheimhaltungsvereinbarungen beinhalten.
Außerdem ist in den Daten beschrieben, wie Pflegekräfte des Gesundheitsdienstleisters Zugang zu den Häusern von selbstständig lebenden, pflegebedürftigen Menschen erlangen, wo diese wohnen und wie diese Menschen erreichbar sind.
Laut Medienberichten fordern die Cyberkriminellen ein Lösegeld, damit keine weiteren Daten veröffentlicht werden.