Die schottische Umweltschutzbehörde (SEPA) gab bekannt, dass sie an Weihnachten Opfer eines noch nicht vollständig behobenen Ransomware-Angriffs geworden ist. Der Angriff hatte Auswirkungen auf das Kontaktcenter, sowie interne Systeme, Abläufe und Kommunikation (einschließlich der E-Mail-Systeme) der Behörde. Laut einer Stellungnahme der SEPA sind ihre priorisierten Tätigkeitsbereiche (einschließlich Regulierung, Ernährung, Prognosen und Warnungen) weiterhin in Betrieb.
Nachdem die SEPA sich nicht zur Identität der Angreifer äußerte, reklamierten die Betreiber der Ransomware Conti den Angriff für sich und erklärten, Daten nicht nur verschlüsselt sondern auch gestohlen zu haben. Nun haben sie damit begonnen, diese zu leaken. Bereits 7% der mindestens 4.000 mit hoher Wahrscheinlichkeit exponierten Dateien (insgesamt ca. 1.2 GB) wurde bereits auf der Website der Hacker-Gruppe veröffentlicht. Zu den gestohlenen Daten gehören Mitarbeiterinformationen, Projektinformationen, Informationen zur Auftragsvergabe und geschäftliche Informationen.
Die schottischen Strafverfolgungsbehörden untersuchen den Vorfall gegenwärtig. Die SEPA vermutet, dass die Angreifer mit ihrer Aktion gezielt die Zurverfügungstellung öffentlicher Dienstleistungen sabotieren wollten.