Die Ransomware‑Gruppe Thegentlemen geriet Anfang Mai 2026 selbst ins Visier von Hackern. Am 4. Mai bestätigte ihr Administrator in Untergrundforen die Kompromittierung der internen Backend‑Datenbank.
Bereits am 2. Mai hatte der Hosting‑Anbieter 4VPS einen Angriff auf seine Systeme gemeldet. Wenig später bot ein Nutzer namens „n7778“ in einem Untergrundforum mehr als 16 GB interner Daten von „Thegentlemen“ für 10.000 USD in Bitcoin an. Kurz darauf kursierten die Dateien frei im Netz.
Die Leaks offenbarten eine professionell organisierte Struktur mit Administratoren, Entwicklern, Verhandlern und Affiliate‑Managern. Neue Partner erhielten bis zu 90 % der Lösegeldsummen.
Die Gruppe nutzte gestohlene Zugangsdaten aus Infostealer‑Dumps, suchte gezielt nach ungepatchten VPN‑ und Firewall‑Systemen und verschlüsselte anschließend komplette Unternehmensnetzwerke. Interne Chats zeigten zudem, dass Forderungen gezielt an Cyberversicherungen angepasst wurden — ein Opfer sollte exakt 10 Mio. Dollar zahlen, offenbar die bekannte Versicherungssumme.
Der Leak verursachte erheblichen Reputationsschaden, da die Bande selbst die Kontrolle über ihre Daten verlor.