Bei DHL kam es zu einem Datenschutzvorfall: Empfängeradressen von Paketen, die mit dem chinesischen Versanddienst YunExpress versandt und in Europa von DHL weitergeleitet wurden, waren für Dritte einsehbar.
Das Problem lag an einer Schwachstelle in der YunExpress-Tracking-API, die die Postleitzahl des Empfängers an Dritte weitergab. Diese konnten die Postleitzahl zusammen mit der DHL-Tracking-Nummer verwenden, um die Empfängerdaten auf der DHL-Website einzusehen.
Der Blogger Günter Born entdeckte und meldete das Problem im Februar 2024. DHL und YunExpress haben daraufhin die Schwachstelle behoben. DHL hat zudem die Darstellung der Postleitzahl in der Sendungsverfolgung entfernt.
Der Bundesdatenschutzbeauftragte (BfDI) hat den Fall geprüft und kam zu dem Schluss, dass kein Verstoß gegen die DSGVO vorliegt, da das Leck nicht von DHL selbst verursacht wurde.
Es ist unklar, wie viele Empfängeradressen von dem Leck betroffen waren. DHL und YunExpress haben keine Angaben dazu gemacht.