Der Rezeptservice des Telemediziners Dr. Ansay war bis zum 14. Mai 2024 über Suchmaschinen wie DuckDuckGo und Bing durchsuchbar. Dies war so gezielt möglich, dass nach Angaben des Unternehmens bis zu 20 % der ausgestellten Rezepte ausgelesen werden konnten. Dies umfasst personenbezogene Daten von Nutzern der Cannabis-Rezept-Verschreibung sowie Versicherungsinformationen und genauere Details zu den so bestellten Cannabis-Blüten.
Dr. Ansay versichert in seiner Mitteilung, das Datenleck am 14. Mai 2024 geschlossen zu haben. Betroffene Kunden sollen in den folgenden Tagen informiert werden. Das Unternehmen macht eine Sicherheitslücke, die von einem ehemaligen Mitarbeitenden unbemerkt verursacht wurde, dafür verantwortlich, dass Bing die Datenbank durchsuchen konnte. DuckDuckGo beziehe seine Ergebnisse aus diesen Informationen.
Dieser Ex-Angestellte, der mittlerweile ein Konkurrenzunternehmen führt, soll auch derjenige gewesen sein, der über die Accounts seines Unternehmens eine Anleitung zum Abgreifen der Daten veröffentlichte.
Ein ebenfalls online zugänglicher Brief an DuckDuckGo zeigt, dass der Unternehmenschef die Suchmaschine sofort aufgefordert hat, die Patientendaten umgehend zu löschen.