Um den 12. Juni 2026 herum berichtete der Sicherheitsforscher Bob Diachenko auf LinkedIn von einer gravierenden Sicherheitslücke bei Fortinet. Das als "FortiBleed" betitelte Datenleck sollte zunächst die Zugangsdaten von 73.932 Fortinet- und FortiGate-VPN-Firewall-URLs enthalten - eine Ziffer, die in den darauffolgenden Tagen auf mehr als 86.644 erhöht wurde. Die betroffenen Unternehmen und Organisationen sind auf der ganzen Welt beheimatet; spezifisch genannt wurden u.a. Samsung, Foxconn, Mercedes-Benz und Toyota.
Diachenko zufolge handelt es sich bei dem Datenleck um die Beute einer russischsprachigen Datendiebstahlsoffensive, deren Datenbank nicht ausreichend geschützt war. Die Daten wurden überprüft; zumindest große Teile davon sind demnach funktional und aktuell.
Die US-amerikanische CISA reagierte: Die Behörde warnte Fortinet-Kunden und hielt sie dringend an, ihre Zugangsdaten besser zu schützen.
Nachtrag vom 22.06.2026:
Fortinet äußerte sich zu dem Datenleck. Das Unternehmen versicherte, es seien keine frischen Schwachstellen ausgenutzt worden. Die Daten stammten demnach aus vergangenen Vorfällen oder Brute Force-Attacken.
Nachtrag vom 24.06.2026:
Laut einer Untersuchung von SOCRadar nutzten die Täter, die als Initial Access Broker identifiziert wurden, eine Schwachstelle in FortiOS' Diagnose-Tool, um Authentifizierungsdaten abzugreifen.
Nachtrag vom 02.07.2026:
Die Datenbank geht offenbar auf die INC Ransom- und Lynx-Ransomware-Gruppierungen zurück.