Cybersicherheitsforschern der ethischen Hacker-Gruppe Sakura Samurai war es gelungen, auf die Systeme mehrerer indischer Regierungsbehörden, einschließlich der Regierungen mehrerer Bundesstaaten, zuzugreifen. Dafür hatten die Forscher diverse von ihnen identifizierte Sicherheitslücken ausgenutzt.
Nachdem die indischen Behörden von Sakura Samurai über die Probleme informiert wurden und diese daraufhin behoben wurden, haben die Forscher nun einen detaillierten Bericht zu ihrem Vorgehen veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass ihre Aktion bei online exponierten .git-Repositorys und .env-Dateien ihren Anfang nahm. Darüber konnten sie nicht nur auf diverse vertrauliche Dateien - wie bspw. Polizeiberichte - zugreifen, sondern in 35 Fällen auch vollständige Login-Daten für interne Anwendungen abgreifen, die in den Repositorys hinterlegt waren.
Die Ergebnisse waren den Behörden im Rahmen eines indischen Programms zur verantwortungsvollen Aufdeckung von Sicherheitslücken (Responsible Vulnerability Disclosure Program, RVDP) zur Verfügung gestellt worden.