Premier Diagnostics betreibt in den USA gegenwärtig mehrere COVID-19-Testzentren. Aufgrund ungesicherter AWS S3 Buckets ist es bei einem dieser Zentren im US-Staat Utah zu einem umfangreichen Leck persönlicher Daten von Getesteten gekommen. Diese konnten ohne weitere Authentifizierung online eingesehen werden. Über 52.000 Menschen sind vom Vorfall betroffen, wobei die meisten von ihnen aus Utah, Nevada oder Colorado stammen.
Einer der Buckets enthielt neben Formularen mit persönlichen Angaben der Betroffenen (wie etwa Name, Alter, Adresse, Foto, Geschlecht, Ausweisnummer) Scans von Dokumenten, die von den zu Testenden als Identitätsnachweise hinterlegt werden mussten. Dazu gehörten Scans von Führerscheinen, Krankenversichertenkarten, Pässen und anderen ID-Dokumenten. Die Gesamtzahl der exponierten Scans beläuft sich auf über 200.000. Ein anderer Bucket mit dem Namen "paper-records" enthielt ferner einen Datensatz mit den Namen, Geburtsdaten und IDs der Testproben.
Obgleich die eigentlichen Testergebnisse nicht vom Vorfall betroffen sind, wird für alle Betroffenen ein erhöhtes Risiko angenommen, Ziel von Phishing-Angriffen zu werden.