Mitglieder des Forscherteams von Wizcase haben ein kritisches Leck in der Datenhaltung des chinesischen Unternehmens Quickfox entdeckt, einem Anbieter von kostenlosen VPN-Diensten, welche hauptsächlich für den Zugriff auf chinesische Websites von außerhalb des chinesischen Festlandes genutzt werden. Die Nutzer des Dienstes sind überwiegend chinesische Staatsbürger im Ausland.
Die Sicherheitsforscher konnten sich Zugriff zu einer Datenbank mit einer Vielzahl von personenbezogenen Daten incl. MD-5-gehashter Passwörter von Nutzern des VPN-Dienstes verschaffen. Basierend auf den offengelegten Aufzeichnungen schätzt das Forscherteam, dass die Daten von mindestens einer Million VPN-Kunden betroffen sind. Die Daten waren ohne adäquate Sicherung und entsprechend leicht abgreifbar.
Besorgniserregend ist an dem Fall, dass die Daten nicht nur die dem Benutzer des VPN-Dienstleisters zugewiesene IP-Adresse enthielten, sondern auch dessen ursprüngliche IP-Adresse und Angaben zu der Software, welche auf dem Gerät des Benutzers installiert ist. Nutzungsbedingungen oder Datenschutzrichtlinien konnten bei Quickfox nicht gefunden werden.