Sicherheitslücke bei Stiftung meineimpfungen Gesundheitsdaten von mehreren Hunderttausend Schweizer Bürgern de facto frei zugänglich und manipulierbar.
Die Schweizer Stiftung meineimpfungen war vom Schweizer Bundesamt für Gesundheit mit der Umsetzung des digitalen Impfausweises beauftragt worden. Zu diesem Zweck betreibt sie über ihre Website meineimpfungen.ch ein Portal, auf dem bis dato ca. 450.000 Schweizer ihre Impfhistorie hinterlegt haben. Darunter befinden sich auch 240.000 Personen, die eine Impfung gegen COVID19 erhalten haben.
Wie das Online-Magazin „Republik“ im März 2021 aufgedeckt hatte, verfügte die Plattform dabei über schwerwiegende Sicherheitslücken, welche die Vertraulichkeit und Integrität der dort gespeicherten Gesundheitsdaten betrafen. So war es aufgrund einer unzureichenden Kontrolle seitens der Stiftung prinzipiell jedem möglich, sich auf der Seite als Arzt zu registrieren, anschließend auf die Daten aller Nutzer zuzugreifen und diese zu verändern.
Nachdem das Magazin die Stiftung beim Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten angezeigt hatte, war eine Abschaltung des Portals veranlasst worden. Gegenwärtig arbeitet die Stiftung an einer Beseitigung der Probleme, um meineimpfungen.ch in Kürze wieder in Betrieb nehmen zu können.