Einem Informatiker gelang es Anfang Januar 2022, ca. eine Million Datensätze aus der Datenbank der Schweizer Allianz für den öffentlichen Verkehr Swisspass herunterzuladen. Nach Aussagen des Informatikers lagen die Daten, welche in etwa der Hälfte der Fälle mit Namen, Geburtsdaten und Ticket- bzw. Abo-Informationen verknüpft waren, praktisch ungeschützt auf der zentralen Vertriebsplattform NOVA (Netzweite ÖV-Anbindung).
Der White-Hat-Hacker brach den Download ab, informierte die SBB über die Angelegenheit und löschte die Daten unwiderrruflich. Die SBB informierte umgehend den eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten und leitete eine interne Untersuchung des Vorfalls ein.
Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist, dass die SBB zwar die Sicherheit auf der Plattform verbessert hatte, diese Maßnahme dann aber im Dezember 2021 wieder zurücknahm, weil Passagiere ihr Abonnement "nicht mehr auf einfache Art und Weise erneuern konnten". Durch die Rückkehr zum alten System habe sich "eine Schwachstelle" geöffnet. Die Sicherheitslücke ist inzwischen geschlossen. Nach einer Mitteilung der SBB sei den Kundinnen und Kunden kein Schaden entstanden.