Der Online-Therapieanbieter BetterHelp hat über Jahre hinweg gegen seine eigenen Datenschutzbestimmungen verstoßen und sensible Daten von Millionen Kunden an Dritte weitergegeben. Dies ergab eine Untersuchung der US-Handelsbehörde FTC.
Zwischen August 2017 und Dezember 2020 nutzte BetterHelp E-Mail-Adressen, IP-Adressen und Informationen zur Nutzung von Therapiediensten seiner Kunden, um personalisierte Werbung auf Social-Media-Plattformen und anderen Websites zu schalten. Damit verletzte das Unternehmen sowohl seine Datenschutzbestimmungen als auch die Nutzungsbedingungen der Werbeplattformen.
Die FTC hat BetterHelp angewiesen, die unzulässige Weitergabe von Daten zu stoppen und 7,8 Millionen US-Dollar an betroffene Kunden zu zahlen. Seit Anfang Mai 2024 erhalten etwa 800.000 Nutzer Anweisungen zur Beantragung einer Rückerstattung.