Der US-Breitbandanbieter Charter Communications wurde Opfer eines Datendiebstahls mit anschließender Erpressung. Die Gruppe ShinyHunters, die typischerweise per Vishing in Netzwerke eindringt, veröffentlichte Ende Mai 2026 die angeblich im April erbeuteten Daten auf ihrer Leak-Seite, nachdem offenbar kein Lösegeld gezahlt wurde.
Den Tätern zufolge umfassen die Daten über 42 Mio. Kundendatensätze, darunter auch "Customer Proprietary Network Information" (CPNI). Eine Analyse von HaveIBeenPwned ergab 4,9 Mio. einzigartige E-Mail-Adressen sowie Namen, Adressen und Telefonnummern; zudem 85.000 Datensätze zu Mitarbeiterkonten mit Jobtiteln. Charter bestätigte den Vorfall, erklärte jedoch, dass nur Vertriebstools für Geschäftskunden betroffen seien; es seien weder CPNI noch sensible personenbezogene Daten veröffentlicht worden.