Die Süddeutsche Zeitung veröffentlichte am 20. Februar 2022 eine Recherche über die Schweizer Großbank Credit Suisse. Der Auslöser der Recherche war laut eigenen Angaben ein Datenleak, welcher der Zeitung über ein elektronisches Postfach übermittelt wurde.
Unter den geteilten Informationen befinden sich Kontoinformationen von 18.000 Bankkonten und deren 30.000 Besitzer. Unter den Besitzern sind Persönlichkeiten aus dem kriminellen Milieu, aus geheimdienstlichen Kreisen und der internationalen Politik. Die 30.000 Konten umfassten in Spitzenzeiten ein Volumen von bis zu 100 Mrd. USD.
Die geteilten Daten handeln über Konten, die zwischen den 1940er bis in die 2010er-Jahre geführt wurden. Aufgrund der geteilten Informationen wurde offenbart, dass die Credit Suisse vielen Sorgfaltspflichten einer Bank nicht nachgekommen ist, Geldwäsche zugelassen hat und wenig Hintergrundüberprüfungen durchführte.
Welche Person oder welche Organisation hinter dem Datenleck steht, ist unbekannt.
Nachtrag vom 04.02.2023:
Die Schweizer Bundesanwaltschaft hat bekannt gegeben, dass sie Ermittlungen einleitet, um die zuständige Person für das Datenleck zu finden und anklagen zu können.