Die italienische Bank Fideuram, Tochter der Großbank Intesa Sanpaolo, wurde im Februar 2026 Opfer eines Betrugs mit KI-erzeugter Stimme. Die Täter gaben sich zunächst als CEO von Intesa Sanpaolo aus und schrieben in dessen Namen per WhatsApp an den Vorsitzenden von Fideuram. Die Tochterbank müsse schnell Geld überweisen, um ein günstiges Geschäft für Intesa Sanpaolo einzufädeln.
Danach rief ein Täter mit der KI-erzeugten Stimme eines Anwalts des Finanzkonzerns an. Der Manager kannte den Anwalt und hielt dessen vermeintliche Erklärung und Bestätigung der dringenden Transaktion für echt, berichtet die Zeitung Corriere della Sera. Er gab 95 Millionen EUR frei. Das Geld floss vorwiegend nach China.
Die Überweisung löste Alarm aus. Durch schnellen Kontakt zu einer chinesischen Bank konnte ein Teil der Summe eingefroren werden. Eine umgehende Anzeige bei der Mailänder Staatsanwaltschaft und die Zusammenarbeit mit portugiesischen Behörden über Eurojust sicherten weitere Millionen in Portugal. 36 Millionen Euro davon dürften jedoch verloren sein. Die Täter verschoben sie über mehrere schnelle internationale Transaktionen und schließlich in Kryptowährungen. Der getäuschte Manager trat im März 2026 offiziell aus persönlichen Gründen zurück.