Bei der US-Telekommunikationssparte von Google ereignete sich ein Datendiebstahl bei einem der primären Netzwerk-Provider. Das Unternehmen informierte seine Kunden über den Vorfall. Zu den Daten gehören Mobilfunknummern, die Seriennummer der SIM-Karten, Kontostatus, Aktivierungsdatum sowie Details zu den gebuchten Tarifen.
In Sicherheitskreisen wird davon ausgegangen, dass es sich bei dem Netzwerk-Provider um T-Mobile US handelt. Der Mobilfunkbetreiber musste im Januar 2023 zugeben, dass bereits im November 2022 ein Datendiebstahl über eine ungesicherte API stattfand.
Mit Hilfe der gestohlenen Daten lassen sich von Cyber-Kriminellen SIM-Swapping-Angriffe durchführen. Dabei werden unter Vortäuschung der Identität des Rufnummerninhabers Portierungsanträge für die Rufnummern an Mobilfunk-Carriers gestellt, die dann auf bestehende SIM-Karten übetragen werden. Nach Portierung der Rufnummer können die Angreifer Textnachrichten wie z.B. PIN-Codes bei Zwei-Faktor-Authentisierungsverfahren oder Session-TANs beim Online-Banking empfangen und Anrufe zur telefonischen Authentifizierung entgegennehmen.
Erste SIM-Swapping-Fälle in Folge dieses Vorfalls sind bereits dokumentiert.