Ein Whistleblower aus dem US‑Heimatschutzministerium (DHS) hat persönliche Daten von rund 4.500 Mitarbeitenden der Einwanderungs‑ und Grenzschutzbehörden an die Doxxing‑Plattform „ICE List“ weitergegeben. Der Leak erfolgte kurz nach den tödlichen Schüssen in Minneapolis am 7. Januar 2026. Betreiber Dominick S. aus den Niederlanden erklärte, ein Insider habe Namen, Adressen, Telefonnummern und Lebensläufe übermittelt – darunter rund 2.000 Frontlinien‑Agenten und etwa 2.500 Beschäftigte aus Supportbereichen.
Die Plattform, die seit Juni 2025 online ist, setzt nach eigenen Angaben KI‑Verfahren zur Verifizierung der eingereichten Daten ein und plante Ausnahmen für Berufsgruppen wie Pflegekräfte.
Nach Veröffentlichung des Datensatzes stiegen Drohungen gegen betroffene Beamte laut Betreiber um rund 8.000 Prozent. DHS‑Vize Noem warnte vor akuter Lebensgefahr, während Bundesbehörden Ermittlungen einleiteten.
Kurz nach dem Leak, Mitte Januar 2026, wurde „ICE List“ Ziel eines massiven DDoS‑Angriffs, der laut Betreiber aus russischen Botfarmen stammte und die Server zeitweise vollständig lahmlegte.