Der Datendiebstahl bei Facebook durch Cambridge Analytica im Jahr 2018 erschütterte die Welt. Die britische Firma erlangte persönliche Informationen von bis zu 87 Millionen Nutzern weltweit. Darunter waren etwa 310.000 in Deutschland. Die Daten wurden missbraucht, um gezielte politische Werbung zu schalten, unter anderem im US-Wahlkampf 2016.
Cambridge Analytica erhielt die Daten durch eine App, die als Persönlichkeitstest etarnt war. Nutzer stimmten der Weitergabe ihrer Daten und der ihrer Freunde zu, ohne das Ausmaß der Datensammlung zu kennen. Die Daten wurden ab 2014 gesammelt, der Skandal wurde im März 2018 öffentlich bekannt.
Die gestohlenen Daten dienten dazu, psychologische Profile von Facebook-Nutzern zu erstellen. Diese Profile nutzte man, um gezielte Werbung auf Facebook zu schalten, die auf die individuellen Ängste und Bedürfnisse der Nutzer zugeschnitten war.
Der Skandal löste eine weltweite Debatte über den Datenschutz in sozialen Medien aus. Facebook führte daraufhin strengere Datenschutzbestimmungen ein.
Cambridge Analytica meldete 2018 Insolvenz an. Meta, der Mutterkonzern von Facebook, zahlte 5,1 Milliarden US-Dollar Strafe an die FTC. Zudem leistete Meta bisher 785 Millionen US-Dollar Schadensersatz.