Am 21. Oktober 2020 wurde aufgedeckt, dass dem Dienst Nitro PDF bei einem Hack über 77 Millionen Datensätze gestohlen worden sind. Damals hatten die Angreifer anschließend eine 1 TB große Datenbank mit gestohlenen Aufzeichnungen für 80.000 USD zum Verkauf angeboten. Nun wurde der vollständige Datensatz in einem Gesamtumfang von 14 GB mit 77.159.696 Einträgen geleakt. Der veröffentlichte Datensatz enthält Nutzerangaben zu E-Mail-Adressen, Namen, gehashten Passwörtern, Firmennamen, IP-Adressen und diversen anderen Informationen.
Zu den Betroffenen zählen auch Geschäftskunden wie Google, Apple und Microsoft. Bei diesen könnte es zu einer erheblichen Beeinträchtigung des Betriebs kommen, da Unternehmen Nitro PDF häufig zum digitalen Signieren sensibler Finanz-, Rechts- und Marketingdokumente verwenden.
Allen betroffenen Nitro-PDF-Nutzern empfohlen, ihr Passwort zu ändern, ggf. auch auf anderen Seiten, auf denen das gleiche Passwort verwendet wurde. Aufgrund der Art der gestohlenen Daten besteht für Nutzer ein erhöhtes Risiko, Ziel von Phishing- und Credential-Stuffing-Angriffen zu werden.
Bei dem Angreifer handelt es sich mit ShinyHunters um einen bekannten Cyber-Kriminellen, der in der Vergangenheit bereits wiederholt bei diversen Unternehmen Nutzerdaten gestohlen hatte, um diese anschließend zu verkaufen.