Am 3. November 2026 berichtete CORRECTIV über ein erneutes Datenleck beim Nachrichtenportal Nius. Wegen einer mutmaßlichen Fehlkonfiguration lag ein rund 500 Megabyte großes Archiv öffentlich zum Download bereit. Es war eine Datensicherung des Newsletter-Versandsystems.
Das Archiv enthielt den Quellcode der Newsletter-Software, Daten von rund 42.000 Abonnenten, die Ende 2025 angemeldet waren, und geheime Zugangsschlüssel eines Cloudanbieters für den E-Mail-Versand. Damit hätten Dritte E-Mails im Namen von Nius senden können. Laut CORRECTIV kamen die Schlüssel beim Phishing-Versuch auf Abgeordnete nicht zum Einsatz. Unklar ist, wie lange die Daten offen lagen und ob es unautorisierte Zugriffe darauf gab.
Die Datenschutzbehörde bestätigte den Abfluss und gab zudem an, dass dies bereits der fünfte gemeldete Datenschutzvorfall bei Nius seit Beginn 2025 ist. Einige Tage nach der Anfrage von CORRECTIV wurde der Server abgeschaltet.