Nachdem in einem Databreach bei Shiseido in Großbritannien mehrere Informationen über Mitarbeiter gestohlen wurde, wurden mehrere hundert Firmen auf deren Namen zugelassen. Unter den gestohlenen Daten befanden sich unter anderem Ausweise, Pässe und Bankinformationen. Die Daten wurden nach dem Diebstahl im Darknet verkauft. Neben den gegründeten Briefkastenfirmen, sank bei vielen Mitarbeitern und ehemaligen Mitarbeitern die Sicherheitseinstufung für einen Kredit, da mit den gestohlenen Identitäten Kredite aufgenommen und Autofinanzierungen abgeschlossen wurden. Außerdem wurden zahlreiche Konten von Mitarbeitern geleert.
Das Unternehmen erfuhr von dem Vorfall am 17. März 2022. Firmen, die mit den gestohlenen Identitäten zusammenhängen, lassen sich bis auf den 14. März zurückverfolgen.
Der Kosmetikhersteller lehnt die Verantwortung für den Vorfall ab, bot aber allen Betroffenen eine Mitgliedschaft bei einem Kreditüberwachungsdienst an. Dieser löschte im Sommer 2022 knapp 300 Firmen aus dem Unternehmensregister in Großbritannien, die mit dem Vorfall mit im Zusammenhang stehen.
Shiseido benachrichtigte die Behörden in Großbritannien über den Vorfall am 11. April 2022.