Ein ehemaliger Mitarbeiter spielte dem Handelsblatt gegen Ende des Jahres 2022 etwa 100 GB interne Daten von Tesla zu. Unter den 23 Tsd. Dateien finden sich laut Handelsblatt mehr als 2.400 Beschwerden seit dem Jahr 2015, unter anderen über Selbstbeschleunigungen und 139 über ungewollte Notbremsungen. Im Datenbestand sind außerdem Akten über Unfälle, Excel-Listen mit Gehaltsinformationen und persönliche Adressen von Mitarbeitern.
Das Handelsblatt informierte die brandenburgische Landesbeauftragte für den Datenschutz. Der Redaktion wurde von Insidern bestätigt, dass innerhalb des Unternehmens die Zugriffsberechtigungen nur wenig eingeschränkt seien.
Tesla will gegen den ehemaligen Mitarbeiter rechtlich vorgehen. Vom Handelsblatt verlangte Tesla, die Daten auszuhändigen und alle Kopien zu löschen.
Nachtrag vom 23.08.2023:
Eine Untersuchung hat ergeben, dass zwei Tesla-Mitarbeiter bei der Weitergabe beteiligt waren. Tesla hat beide Mitarbeiter rechtlich angeklagt.
Des Weiteren hat Tesla bei der Staatsanwaltschaft Maine gemeldet, dass von dem Datenleck die personenbezogenen Daten von ca. 75.000 Mitarbeitern kompromittiert wurden. Zu den kompromittierten Informationen gehören Namen, Kontaktinformationen und beschäftigungsbezogene Daten von aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern.