Am 9. September 2026 verschafften sich Unbekannte Zugriff auf Systeme des Marketing‑ und E‑Mail‑Dienstleisters Brevo, über den der Hardware‑Wallet‑Hersteller Trezor seine Kommunikation abwickelt. Betroffen waren 120 Brevo‑Kundenkonten. Über das kompromittierte Trezor‑Konto versendeten die Täter gefälschte „Critical Security Alert“-Mails, die eine angebliche Schwachstelle im STM32‑Mikrocontroller vorgaben und zum Download einer App aufforderten, die Wallet‑Backups abfragte.
Die Newsletter‑Datenbank mit rund 347.000 E‑Mail‑Adressen war betroffen; 2.500 Empfänger klickten den Link, bevor Trezor die Phishing‑Domain binnen 20 Minuten abschalten ließ. Das Unternehmen sperrte das Brevo‑Konto, andere Systeme waren nicht betroffen. Zuvor waren bereits Daten von über 80.000 Kunden über den Logistikdienstleister ShipMonk abgeflossen.