Der Rüstungszulieferer Ultra Intelligence & Communications, der sich vorwiegend auf Kommunikationssysteme spezialisiert hat, wurde am 27. Dezember 2023 auf der Darknet-Seite der Ransomware-Gang ALPHV als Opfer gelistet. Die Täter behaupten, über 30 GB an Daten erbeutet zu haben. Darunter sollen sich folgende Daten befinden:
Finanzdaten: Geldtransfers, Kontoauszüge, Zahlungen, Geldflüsse, Bankauszüge, Kreditkartenabrechnungen und Zahlungen, aktive Finanzierungen, Umsatz und Bruttomargen, Bankauszüge, Unterlagen zu Subunternehmen, Prüfungen der betrieblichen Altersvorsorge, Verbindlichkeiten, Forderungen, Sachanlagen, Umsatz, Tests, Poolverarbeitung, Inventar.
Projektdaten: Budgets und Planungen für die ehemalige und zukünftige Jahre, Projektvorteilsberechnungen, Projektpräsentationen, Ingenieuraufgaben, Produktentwicklung, Produkttests, Risikobewertung, CARDS-Software-Daten, als "Ultra Proprietary Information" gekennzeichnete Dokumente, Projekte von ATS (aufgekauftes und eingegliedertes Unternehmen), Projekte für Prologic (aufgekauftes und eingegliedertes Unternehmen), Entwicklung von Spracherkennungssoftware, militärische Audioaufnahmen als Beispiel für Spracherkennungstests, Entwicklung von Spracherkennung zu .json-Software.
Mitarbeiterdaten: Lohnzahlungen, persönliche Bankauszüge, Versicherungsdaten, Gehälter, Briefe, Organigramme.
Vertragsbezogene Daten: Verträge mit Lieferanten und Kunden weltweit, weltweite Geheimhaltungsvereinbarungen, Vertragsverlängerungen und -änderungen, vertragsbezogene Briefe und Korrespondenz, Vereinbarungen mit ausländischen Vertretern, Bürgschaftsgarantien.
Liste von Unternehmen und Organisationen, die in den gestohlenen Daten angeblich gefunden werden können: Prologic, Inc., NEC, FBI, DEA, NATO, AT&T, CIS Poland, CIS Belgium, CIS Bulgaria, Schweizer Luftwaffe, Glotech Taiwan, Royal Saudi Naval Force, ABM Building Services, Jama Software, Inc., GET Engineering Corp., Randstad RiseSmart, SeaCorp, C2I UK, Aeronautics - Israel, Aerotek Government Services, NGLD Base die Schweizer Regierung und weitere Unternehmen oder Sicherheitsbehörden.
Nach gescheiterten Verhandlungen mit dem Rüstungskonzern haben die Angreifer sämtliche Daten veröffentlicht. So wurden unter anderem Verträge der Schweizer Luftwaffe mit dem Konzern offengelegt, die Vereinbarungen im Wert von Fünf Mio. Euro aufzeigen.
Nachtrag vom 20.02.2024:
Das Schweizer Verteidigungsministerium hat mittlerweile bestätigt, dass seine Luftwaffe von dem Vorfall betroffen war.