Im Oktober 2026 wurde bekannt, dass das indische Unternehmen Vibetech, ein Anbieter von KI-Softwareentwicklung und IT-Dienstleistungen, eine ungeschützte Datenbank mit 13,7 Millionen Datensätzen offen im Internet zugänglich gemacht hat. Die Datenbank war ohne Authentifizierung oder Passwort erreichbar. Entdeckt wurde sie vom Sicherheitsforscher Jeremiah Fowler.
Die Datenbank enthielt eine Sammlung hochsensibler Daten aus früheren Datenpannen und Leaks, darunter Namen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Passwörter im Klartext sowie Bankkontodaten. Fowler zufolge stammten die Daten von Betroffenen aus mehreren Ländern. Die Datensätze waren nach Unternehmen gegliedert: Der Großteil – fast acht Millionen Datensätze – entstammte einem AT&T-Datenleck; weitere Datensätze betrafen Amazon (1,2 Millionen), Walmart (420.000), BluBank Digital Bank (24.000) und PayPal (18.000). Ebenfalls enthalten waren vergleichsweise kleine Datenmengen aus einem FBI-Mitarbeiterverzeichnis (4.084 Datensätze) und von Interpol (929 Datensätze).
Die Kombination aus Passwörtern und Bankdaten macht ein solches Archiv besonders gefährlich, da Angreifer damit direkt auf Online-Konten zugreifen, Rechte ausweiten oder Geld von Bankkonten transferieren könnten. Fowler stellte fest, dass die IP-Adresse der Datenbank mit einer von Vibetech betriebenen oder entwickelten Datenintelligenz-Plattform verbunden war, die offenbar Datensätze aus früheren Pannen und Leaks aggregierte und versehentlich ohne Authentifizierung öffentlich zugänglich machte.
Fowler informierte sowohl das Unternehmen als auch den Hosting-Provider. Kurz darauf wurde der Zugriff eingeschränkt und die Datenbank nicht mehr öffentlich erreichbar. Einen Tag später zeigte die IP-Adresse statt der Klartext-Zugangsdaten das Dashboard einer ISMS-Compliance-Plattform an.