Eine gravierende Sicherheitslücke beim deutschen Telemedizinanbieter Dr. Ansay hat den Zugriff auf rund 1,7 Millionen elektronische Rezepte ermöglicht – betroffen waren etwa 500.000 Patienten. Anfang 2026 berichteten mehrere Medien über den Vorfall. Besonders brisant: Auch Cannabis‑Verordnungen mit Namen, Adressen, Diagnosen und Dosierungen lagen offen.
Ein Sicherheitsforscher entdeckte die Schwachstelle in der Firebase‑Firestore‑Datenbank. Eingeloggte Nutzer mit gültigem Token konnten sämtliche Datensätze abrufen. Trotz mehrfacher Hinweise blieb die Lücke über die Feiertage hinweg bestehen. Erst nach Presseanfragen am 7. Januar 2026 wurde der Zugriff gesperrt.
Es ist bereits das zweite große Datenleck des Telemedizinanbieters. Schon im Mai 2024 waren sensible Patientendaten unbefugt abrufbar.